»Walter Kreuzer, Sohn des alten Herrn Klaus Kreuzer.«
Der Doktor streckte ihm die Hand entgegen. »Was? Zwei Kreuzerlein? Willkommen in der Couleur. Auf daß du lange lebest, eine Zierde unserer Farben wie dein Vater. Prosit, Fuchs. Und bleib alleweil mein Freund.«
Und er summte, während er das Glas gegen das Licht hob: »Was nützen mich die Kreuzerlein – wenn ich gestorben bin.«
Der Fuchs hatte sich den alten Herren Pastor Ritter und Pastor Lindner vorgestellt. Das Tonnenmützchen saß dem fröhlichen Ritter weit im Nacken. Den Arm schlang er um die Taille des jungen Mannes.
»Nun – nun? Wie heißt die Parole, Fuchs? Philologie? Nimm Öl aus dem Krüglein deines Vaters. Medizin? Der große Medizinmann Baum fährt dich auf die Praxis, daß du deine Knöchlein besser spürst als die der Patienten. Theologie? Komm zu mir und halte bei mir die Probepredigt, auf daß ein jähes Erwachen in die alten Weiber fahre. Nur nicht Juristerei.«
»Weshalb nicht Jus, alter Herr?«
»Dieweil die Advokaten siebenspännig in die Hölle fahren.«
Und begütigend sprach die zarte Stimme Pastor Lindners: »Es ist seine liebenswürdige Marotte. Er hätte selber gern Jus studiert, und nun tröstet er sich mit einem Kraftsprüchlein.«
»In die Kanne, lieber Lindner. So – geschenkt. Nun wird dein Zeigefinger wohl nicht mehr höchst unchristlich in alten Wunden wühlen. Du trinkst auf mein Spezielles? O, du Seele von einem Menschen.«