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Prachtvoll war die Morgenluft. Er atmete sie aus tiefen Lungen, als er den Berg hinaufschritt. Die Mütze saß im Nacken. Das Band lag fest um die Brust. Und in ihm sangen und klangen die alten Studentenweisen. Weit, ganz weit dehnte er die Arme …

Er trat ins Haus und dämpfte den Schritt. Vor der weißlackierten Tür blieb er stehen. War das nicht ein Kichern? Er klopfte.

»Willst du wohl!« tönte eine Stimme.

»Nur guten Morgen wünschen. Auf Wiedersehen, Traud.« Und elastisch ging er die Treppe weiter hinauf.

Da öffnete sich hinter ihm die Tür, und die Hausfrau stand im hellen Morgenkleid und lachte hinter ihm drein.

»Guten Morgen, Klaus. Gut bekommen – das Stelldichein mit dem Klaus von ehedem?«

»Warte, ich habe dir eine Probe mitgebracht.«