»Laß ab,« bat Loki in Ängsten, »hier findest du leicht deinen Meister. Laß uns umkehren und nimmer wiederkommen.«

Mit einer Handbewegung tat Thor den Schwätzer ab. Bis es dämmerte, ruhte er. Dann erhob er sich neu gestärkt, ließ so schnell den Hammer kreisen, daß er Blitze schoß, und schmetterte ihn mit Donnergekrach tief in des Riesen Schläfenbein.

Der aber wurde munter und sprang auf die Füße. Mit der Hand wischte er sich den Kopf.

»Pfui! Pfui! Da hat ein Vogel mir 'was auf den Kopf klatschen lassen. Ich mach mich davon.«

»Erst zeig den Weg zu Ende!« verlangte Thor.

Der Riese sah die von den Nachtwachen, von Hunger und Durst Ermüdeten forschend an. »Wenn ihr auf eurer Reise besteht, so sei's. Aber ich warne euch. Der König Utgardloki, zu dem ihr wollt, gebietet über Riesenkerle, gegen die ich nur ein Kinderspaß bin. Seid also fein bescheiden an seinem Hof, haltet die Zunge im Zaum und überhebt euch nicht, damit ihr halbwegs gesund von dannen schlüpft. Ich an eurer Stelle trollte mich schleunigst und setzte meinen guten Namen nicht aufs Spiel.«

»Schweig, du Großmaul,« gebot Thor, »und weise den Weg.«

Da deutete Skrymir auf eine Waldlichtung, schulterte seinen Sack und verschwand zwischen den Bäumen.

Ohne Zögern marschierte Thor auf die Waldlichtung zu, ob auch Loki ihn anflehte, das Abenteuer auf günstigere Zeiten zu verschieben. Und als sie die Waldlichtung erreicht hatten, sprang vor ihnen auf einem Felsen Utgardlokis Burg bis in die Wolken, von einem Eisengitter dicht verschlossen. Kein Wächter meldete sich, als sie riefen.

»Wir sind so klein wie die Ameisen vor diesem Riesenwall,« jammerte Loki.