Als Carlos und Nicolás am Morgen erwachten, hörten sie unten auf der Straße die Trambahn fahren, der Kutscher stieß in sein Horn, es waren die ausgelassensten Melodien; polternd fuhren die Karren. Auf ihren kleinen dickbäuchigen Pferden ritten die Milchmänner. Man hörte das Klatschen der Milch in ihren Blecheimern.
Carlos öffnete das Fenster.
„Nicolás,“ rief er seinem Bruder zu, der eben erwachte, „die Revolution ist zu Ende, glaube ich!“ ...
„Wir haben Frieden“, sagte Herr Dr. Bürstenfeger, als die Knaben zum Frühstück erschienen. „Gott sei Dank, Frieden ... Karl und Nikolaus, jetzt dürft ihr wieder ungehindert auf den Balkon!“
In dem Augenblick zog unten eine Rotte Menschen vorbei. Sie schrien: „Fort ist sie, fort ist die Canaille!“
Damit war der Präsident gemeint, er war gestürzt; gestern war er fort nach Paris mit einigen Millionen.
„Fort ist sie, fort ist die Canaille!“ Der Jubel griff um sich, alles Volk stimmte mit ein.
Acht Tage später reisten Carlos und Nicolás nach Europa ...
Sie waren im Zimmer ihrer Mutter und sagten ihr Adieu.
Sie wollte nicht mit aufs Schiff, um nicht die Qual des Abschieds zu verlängern.