Der Schmetterling ließ sich auf einen blühenden Gardenienbusch nieder. Carlos wollte ihn fassen.
Der Schmetterling erhob sich, setzte sich auf eine Fächerpalme, bewegte die Flügel und glich einer lebenden, prächtigen Blume.
Beinahe hätte Carlos ihn gehascht, aber schon war er wieder fort, er flog hinein in den Wald, Carlos hinterher.
Tief drinnen in einer Wildnis baumhoher Farne verschwand der Schmetterling, tauchte wieder auf, ließ sich wieder auf einen Busch nieder, stieg hoch in die Luft und verlor sich im blauen Himmel.
Carlos hörte in der Ferne Herrn Dr. Bürstenfegers Stimme, der ihn laut und zornig rief. Erschreckt lief er zurück, über Baumwurzeln stolpernd und sich in Lianen verwickelnd, vor Hitze und Wut heulend.
Am Waldrand stand Herr Dr. Bürstenfeger.
„Ungehorsamer Junge,“ schrie er, „warum kamst du nicht, als ich dich rief!“ Carlos heulte: „Der schöne Schmetterling ist fort, nie mehr werde ich ihn fangen!“
Herr Dr. Bürstenfeger schüttelte ihn am Arm: „Wegen dir werden wir noch das Schiff verlieren!“
Carlos heulte immer lauter.
„Kommt schnell zum Wagen,“ rief Herr Dr. Bürstenfeger, „wenn wir uns beeilen, erreichen wir vielleicht noch die Barkasse!“