Herr Dr. Bürstenfeger murmelte: „Genua, Königin des Meeres, letzte große Station vor meiner Heimat!“

Auf Zwischendeck standen zwischen Koffern, Ballen und zusammengerollten Matratzen die Emigranten zum Aussteigen bereit.

Ganz vorn an der Spitze lehnte an der Reling ein alter Mann.

Vierzig Jahre war er von seiner Vaterstadt fortgewesen. Arm wie er fortgezogen, kehrte er jetzt wieder zurück.

Die Lippen aufeinandergepreßt, blickte er schon lange auf das sich nahende Genua.

Plötzlich breitete er die Arme aus, und laut weinend rief er, daß es über das ganze Schiff ertönte: „Genova mia Genova!“

Auf den Hafendocks spazierte Fräulein von Pfnühls guter Bruder. In Angst und Sorge wartete er auf seine Schwester. Er wußte, daß sie sich dem Trunk ergeben hatte, und stand bereits mit einer Alkoholentziehungsanstalt Mitteldeutschlands in Verbindung.

— Ende —

Fußnoten