Die Knaben machten einen harten Kampf durch, aber die höhnische Miene des Generals trieb sie zum Entschluß.
Sie griffen in ihre Taschen, wo sie noch einen Haufen Zündhütchen hatten, traten aus dem Zimmer und schlichen auf den Hauslehrer zu.
Wie sie ganz nahe bei ihm standen, blickte Herr Dr. Bürstenfeger von seinem Buch auf und fragte: „Na, was wollt ihr, Karl und Nikolaus?“
Hinten aber saß der General aufgerichtet in seinem Bett, schwang den einen Arm in die Höhe und spornte die Knaben zum Kampf an.
Carlos antwortete: „Wir wollten sehen, was Sie da lesen, Herr Dr. Bürstenfeger.“
„Was ich da lese?“ antwortete er nicht ohne leises Erstaunen, „ist der Messias von Klopstock, aber es wird noch manches Jahr vergehen, bis ihr auch darin lesen könnt, Karl und Nikolaus.“
Sie fragten nicht mehr, sie schlichen weiter, mit blutroten Köpfen; sie schämten sich vor dem General und schämten sich, daß sie nie gute Argentinier werden könnten.
Der General aber war ins Bett zurückgesunken und hielt sich den Bauch vor Lachen ...
Am Nachmittag reiste er wieder fort ...
Weiter oben, den Bergen näher, wuchs neben einer großen schattigen Weide bei einer Quelle ein Pfirsichbaum, der jedes Jahr um diese Zeit die schönsten Früchte trug.