Es waren aber nicht drei Minuten vergangen, da schlug er plötzlich sein Buch zu und rief, während seine Stimme vor Beschämung bebte: „Geht hinauf, Karl und Nikolaus, geht hinauf!“ —

Am Abend war man in Asuncion.

Paraguay

„Nach dieser langen Flußfahrt ist es nötig, daß wir uns endlich einmal gründlich Bewegung machen“, sagte Herr Dr. Bürstenfeger und nahm Carlos und Nicolás bei der Hand.

Und sie spazierten auf den Straßen von Asuncion, der Stadt mit den blendend weißen Häusern, den vorgebauten Holzgitterfenstern, den bedeckten Galerien, in denen Hängematten hingen, und den breiten, ungepflasterten Straßen mit der roten, weichen Erde. Der Duft der Orangenblüte erfüllte die Stadt. Frauen, eingehüllt in lange, weiße Tücher, wandelten langsam und sehr aufrecht, bunte Krüge auf den Köpfen. In ihren Gärtchen, unter Orangenbäumen, lagen die Männer, manchmal nur mit einem Hemd bekleidet, und schliefen.

„Es ist dies ein paradiesisches Land,“ sagte der Lehrer, „ohne Hast und Qual und ohne Arg verbringen die Menschen hier ihre Tage, brauchen, um zu leben, nur die Hand auszustrecken nach den herrlichen Früchten, die diese gütige Erde ihnen spendet.“

Der Weg führte sie am Markt vorbei.

Carlos und Nicolás sahen zwei Affen je auf einem großen Kürbis kauern. Vier uralte, verschrumpfte Indianerinnen saßen um einen großen Kessel, kauten Mais und spuckten ihn hinein.

„Der Speichel bringt den Mais zum Gären, daraus wird Schnaps“, sagte Herr Dr. Bürstenfeger und schüttelte sich.

Aber die Aufmerksamkeit der Knaben war auf die beiden Affen gerichtet.