„In Ventnor zwei!“

„Ich glaube, daß es Mittags eine Stunde hell wird!“

„Oh — sagen Sie das nicht, Mr. Thompson!“

„Wir haben seit acht Tagen rauhes Wetter hier an der Südseite ... etwas Jam bitte ... danke...“

Wenige warfen einen Blick in die Zeitung. Nur ein junger Mann sagte zwischen zwei gerösteten Brotschnitten zum andern: ‚Goldgeränderte Werte flau!‘ und legte das Blatt wieder weg. Nicolai Schjelting stand auf, zahlte und fuhr nach London. Vor den Wagenscheiben war das friedliche Bild des endlosen englischen Parks. Grüne Wiesenflächen unter entblätterten Eichengruppen, weidende Herden, Schlösser und Städtchen, und, trotz der Vormittagsstunden schon überall Alt und Jung, Groß und Klein, Hoch und Niedrig auf den Hunderten von Spielplätzen bei Golf und Cricket und Fußball. Überall zufriedene, sorglose Gesichter. Tiefste Ruhe. Schjelting erschien es wie ein böser Traum. Da endlich riefen auf einer Junction die Zeitungsjungen: „Großer englischer Sieg!“ Er griff hastig nach der Nummer.

„Wo?“

„In Australien, Sir! Zwei Pence, Sir! Danke, Sir!“

In Australien? Er entfaltete und las: „Die Birmingham Mannschaft schlug im Fußball-Match den Melbourne-Team mit 6:2.“ Er zündete sich nervös eine Zigarette an und frug den einzigen Mitreisenden:

„Vergebung, Sir: Kümmert man sich denn eigentlich hier gar nicht um den Krieg?“

Sein Gefährte war ein Londoner Geschäftsmann mit einem glattrasierten, roten Bulldogg-Gesicht, dem man es förmlich ansah, daß er noch nie aus England herausgekommen war. Ein richtiger Cockney von der Surrey-Seite. Er sagte: