„Papa Witt!“ rief Franz, „schnell, schnell, können wir das Ding nicht einfangen?“

Der Alte schüttelte den Kopf. „Das ist eine Seifenblase,“ antwortete er halb ernsthaft, halb lächelnd, „gerade wie das Glück — erfaßt du es, so bleibt von all diesem Glanze nur ein graues, zerstäubendes Etwas!“

„Man kann also die bunten Quallen niemals aus der Nähe besehen?“

„O doch, dann aber muß man sie mit einem Eimer oder anderen größeren Gefäß herausschöpfen, und das ist bei voller Fahrt unmöglich.“

„Papa Witt, könnte denn nicht das Schiff stoppen?“

„Lauf,“ lächelte der Alte, „lauf und frage, Junge.“

Franz stürmte fort und hatte zwei Minuten später alles an Deck versammelt, den Kapitän, den Doktor, Holm und Hans. Ein Stück seiner Garderobe flog dem andern nach, er holte unter allgemeiner Heiterkeit ein starkes Seil herbei und ließ sich vom Koch einen leichten Blecheimer geben. „So, wenn nun das Schiff still liegt, laßt mich nur über Bord springen,“ rief er. „Einen Hai würdet ihr ja rechtzeitig sehen können, und vor dem Ertrinken habt keine Furcht. Ich schwimme wie ein Fisch. Jetzt also — paßt auf!“

„Berühre die Qualle nicht, Franz!“ lachte Holm.

„Sie beißt dich, Junge!“ rief der alte Witt. „Du denkst noch tagelang an ihre Nesseln, wenn sie dich erfassen sollte.“

„Franz,“ fügte halb ängstlich der Doktor hinzu, „du müßtest dergleichen Wagestücke doch unterlassen. Bedenke —“