[71] Die dabei angestellten Arbeiter und Schürer bekommen eingefallene Augen, Zittern der Glieder, werden todenblas und bis auf die Knochen ausgezehrt. Miscell. N. C. a. a. O. — Henkel a. a. O. sie schleppen sich zehn bis 20 Jahr mit diesem Elende, ehe sie sterben. — Engbrüstigkeit, Zittern und Abzehrung der Kobaldröster; Fr. Hoffmann opusc. dec. 2. diss. 6. S. 427. — Wie gewagt ist also nicht der Rath, in der Lungensucht den Rauch von Sandarach (Frakastor lib. 3. de conrag. morb. cur. cap. 8.) oder den des Operments (Ungenanter im Anhange zu Riviere Cent. 4. — obs. 2.) einathmen zu lassen! —
[72] Die Steiger, vorzüglich aber die Häuer in arsenikreichen Gruben, besonders die auf den Kobaldschlägel arbeiten, bekommen die Bergsucht in hohem Grade. Zu der Engbrüstigkeit und dem Husten findet sich Ekel vor Speisen, Schefler Gesundheit der Bergleute (Chemnitz 1770.) S. 194. fliegende Hizze gleich nach dem Essen (S. 194.) aufgebläheter Magen (S. 195.) und Schlaflosigkeit (S. 188.) ein. Die Füse schwellen anfänglich, nachgehends und zu Ende nimt die Geschwulst wieder ab (S. 195.) die Haut wird trocken, der Körper schwindet bis zum Knochengerippe ab, (S. 196.) oft gesellet sich ein empfindlicher Kopfschmerz dazu, (S. 210.) zuweilen fallen alle Haare aus, (S. 196.) oft entstehen Blasen und Geschwüre im Munde, die Zunge wird an ihrer Wurzel angefressen, (S. 197.) sie bekommen Anfressungen unter der Achsel und an den Geburtsgliedern (S. 149.) auch wohl an leztern Orten krebshafte Geschwüre. (S. 190.) Den Beschluß machen abmattende Schweise und Durchlauf (S. 196.) Schwindel, das Zeichen des nahen Todes (S. 196.) Blutsturz (S. 196.) Stikhusten (S. 175.) Entkräftung.
[73] Die Klaubesteiger, Fr. Hoffman opusc. dec. 2. diss. 6. S. 426. Die Scheide- und Pochjungen bekommen die mit dieser Krankheit verbundnen Zufälle noch geschwinder und heftiger, der Menge des troknen Arsenikstaubes wegen; Schefler a. a. O. S. 149, 174. Henkel Bergsucht S. 22.
[74] Ein Mahler athmete eine Menge Realgarstaub ein, und bekam Schwindel, Ohnmacht und geschwollenes Gesicht; Sennert prax. lib. 6. part. 5. cap. 2. S. 237.
[75] Die rothen Arsenik zur Farbe reiben, werden paralytisch; Neuman Chemie, Züllichau Tom. 4. erst. Th. S. 425.
[76] Aus diesem Grunde wird die wohl dreimal grösere Tödlichkeit des Sublimats, gegen die des weissen Arseniks gehalten, anschaulich.
[77] Venen. mechan. expositio S. 109.
[78] Commerc. litter. Nor. 1737. S. 220. — Schefler Ges. d. Bergl. S. 210. —
[79] Sennert prax. lib. 6. part. 5. cap. S. 237. — Schefler a. a. O. S. 196. —
[80] Eph. N. C. dec. 3. ann. 9 et 10. S. 390, wo einen Mann, welcher Arsenikwasser statt Majoranwasser in die Nase gezogen, Schwindel, Stikfluß, Verlust aller Sinnen, Sprachlosigkeit, Angst, viehische Dumheit überfiel. Die Schwachheit des Gedächtnisses, des Gesichts und der Vernunft blieb. Er muste sylbenweise wieder reden lernen.