Wenn man von derselben so ein Blatt mit einem Kaffeelöffel voll Honig in einem Schoppen Wasser siedet und in kleinen Portionen einnimmt, dann nimmt dieser Absud die innere Hitze aus den Augen, wenn dieselben damit gut ausgewaschen werden. Wermut, mit Aloë gesotten, treibt die wässerigen, schlechten Stoffe, aus denen leicht Wassersucht entstehen kann, aus und macht einen recht guten Magen.

Dieses wenige Angeführte veranlaßt mich, jedem Blumenfreunde den Rat zu geben, diese Pflanze auch in einem Topfe unter seinen Blumenstöcken zu pflegen.

Alaun.

Alaun ätzt, er eignet sich demnach für faule, bösartige Schäden. Ich habe gesehen, wie er selbst den noch nicht zu weit vorgeschrittenen Krebs am Weiterfressen hinderte.

Schwärende, eingewachsene Nägel sollen stets mit Alaun behandelt werden.

Die Anwendung ist folgende:

Alaun wird entweder gepulvert, d. i. zu feinem Staub zerrieben und direkt auf die Wunde aufgestreut, oder er wird in Wasser aufgelöst und die Auflösung in Form von Waschungen oder eingetauchten kleinen Linnenauflagen benützt.

Sind die Wunden von Eiter, Faulfleisch usw. ganz gereinigt, so wirkt Alaun zusammenziehend, trocknend und rasch heilend.

Für Zähne, an denen sich ungesundes Fleisch mit unterlaufenem Blute ansetzt, ist verdünntes Alaunwasser ein erprobtes Mittel.