Johanniskraut. (Hypericum perforatum L.)
Das Johanniskraut führte seiner großen Wirkungen wegen früher den Namen Hexenkraut. Heutzutage sind seine Leistungen und es selbst ganz vergessen.
Dieses Heilkraut übt besonderen Einfluß aus auf die Leber; sein Tee ist ihr vorzüglichstes Heilmittel. Eine kleine Beimischung von Aloëpulver erhöht die Wirkung, die sich im Urin zeigt, der oft ganze Flocken unreiner Krankheitsstoffe mitschwemmt.
Kopfleiden, die von wässerigen Stoffen oder Verschleimungen im Kopfe, auch von zum Kopfe dringenden Gasen herrühren, Magendrücken, leichte Verschleimungen von Brust und Lunge heilt Tee von Johanniskraut in Bälde.
Mütter, denen kleine Bettnässer viel Arbeit und Sorge bereiten, wissen von der stärkenden Wirkung solchen Tees manches zu berichten.
In Ermangelung von Johanniskraut wende man für all die genannten Zustände die Schafgarbe (Achillea millefolium L.) an.
Kamille. (Matricaria chamomilla L.)
Kamillentee wird bei Erkältungen, besonders wenn diese fieberartige Zustände begleiten, bei Grimmen (heftigem Leibweh), Krämpfen, starken Kongestionen usw. verwendet; die Kamillensäckchen sodann, die trefflichen Wärmer bei verschiedenen Zuständen, sind in jedem Hause so liebe Bekannte, daß es überflüssig erscheint, darüber ein Weiteres zu sagen.
Kampher. (Laurus Camphora L.)
Die Anwendung von Kampher ist eine allgemein bekannte und geübte. Derselbe wirkt lindernd, erweichend, schmerzstillend.