Minzen-Tee, in halb Wasser und halb Wein bereitet, mehrere Tage hindurch täglich eine Tasse genommen, nimmt den übel- und faulriechenden Atem.

Minzenabsud, mit Essig bereitet, von Zeit zu Zeit löffelweise (ein bis zwei Kaffeelöffel) genommen, stillt das Blutbrechen.

Minzen, in Milch wie Tee bereitet und warm getrunken, benehmen die Unterleibsschmerzen.

Daß doch jede Hausfrau diesen wohledlen Pflänzchen neben der Raute ein Eckchen im Garten anweisen möchte! Sie lohnen die Mühe allein schon durch den ungemein erfrischenden Wohlduft, den sie bei jeder Berührung freigebigst in unsere Hand legen.

Mistel. (Viscum album L.)

Diese Schmarotzerpflanze, die insbesondere auf alten Bäumen gut gedeiht, ist gleichwohl eine treffliche Heilpflanze. Ihre Heilwirkungen erstrecken sich in erster Linie aufs Blut, und ich kann den Müttern nicht genug ans Herz legen, recht gute Bekanntschaft mit diesem Kraute zu machen.

Tee von Mistel stillt Blutflüsse. Ich könnte eine Reihe von Fällen aufzählen, bei denen eine einzige Tasse zur Stillung genügt hat.

Auch bei anderen Störungen im Blutumlaufe kann diese Pflanze und ihr durchaus unschädlicher Tee zu Rate gezogen werden.

Mit Misteln kann man (zur Hälfte) Zinnkraut mischen; auch Santala, ein rotes Pulver, dient gut zur Beimengung; siehe „[Santala]“ unten S. 146.