Spiköl.
Kraft-Nährmittel und Verwandtes.
Rezept zur Bereitung des Kleienbrotes.
Man läßt in der Mühle den Weizen mahlen mitsamt der Kleie. Die Müller tun dieses nicht gerne aus naheliegenden Gründen;[27] man soll deshalb die erhaltene Ware stets gut mustern.
Von dem Kleienmehle nimmt man 1, 2, 3 bis 4 Kilo (je nachdem man für wenige oder mehrere Personen zu backen hat) in eine Schüssel und macht mit heißem Wasser einen Teig an, der über die Nacht an einem mäßig warmen Orte stehen bleibt. Weder Sauerteig, noch Salz, noch anderes Gewürz darf an den Teig kommen.
Am andern Tage formt man aus dem Teige kleinere, länglich runde Laibchen oder Wecken, bringt sie in den wie zum Backen gewöhnlichen Brotes geheizten Backofen und läßt sie 1¼–1½ Stunden in der Hitze.
Sogleich beim Herausnehmen stößt man das gebackene Brot auf 3–4 Sekunden in siedend heißes Wasser, dann kommt es gleich wieder zur Trocknung in den Ofen.