Kranken selbst solche, welche ihn in 4 Wochen vollkommen heilten und dem Krebs zum Rückzuge bliesen. Die Mittel bestanden in einfachen Teen von Schafgarbe, Wermut und Salbei und in kurzen Wickeln im Wechsel mit Fußbädern.
Kongestionen nach dem Essen, sowie Aufstoßen der Speisen, besonders 2 Stunden nach dem Essen und weiterhin den ganzen Nachmittag, wiederholten sich ungefähr alle 4–5 Minuten; außerdem träger Stuhlgang, völlige Schlaffheit der Gedärme, starker Fußschweiß (starker, ekelhafter Geruch). Dieser Zustand dauerte 5 bis 6 Jahre. Verschiedene Mittel wurden angewendet, aber ohne Erfolg. Das Aussehen ist recht krankhaft, wie Porzellanfarbe; die Ränder um die Augen sind ganz grau und blau, recht wenig Blut, wenig Naturwärme, schlechte Verdauung, deshalb Blut und Natur nur krankhaft genährt.
Die Anwendungen müssen folgende sein: 1) die faulen Stoffe auflösen, 2) die Naturwärme vermehren, 3) durch Kräftigung der Organe eine bessere Verdauung bewirken, daß Blut und Säfte besser werden und die ganze Maschine in guten Gang bringen. Denn dieser Organismus ist doch einer Maschine gleich, die fleißig geschmiert wurde, aber kein gutes Material hatte, und deshalb muß die Maschine überall gereinigt werden.
Anwendungen: 1) Warmes Fußbad zur Ausleitung der faulen Stoffe in den Füßen, ungefähr drei- bis viermal, bis der Fußschweiß aufhört. 2) Ganzwaschungen, die eine allgemeine Transpiration bewirken und zugleich die Naturwärme erhöhen. 3) Ober- und Unterguß.
Mit diesen Anwendungen soll man ungefähr 8–10 Tage fortfahren, an jedem Tag zwei Anwendungen. Als zweite Kur kommt die Ganzwaschung, Ober- und Unteraufschläger, ins Wasser knien, Rückenguß, wieder 10 Tage lang. Als dritte Kur folgen Halbbäder und Ganzwaschungen. In 3–4 Wochen kann so ein Organismus wieder hergestellt werden. Zur Erhaltung und weiteren Befestigung aber ist notwendig, in der Woche noch ein paar Anwendungen beizubehalten, wozu eine Ganzwaschung oder auch ein Ober- und Unterguß ausreicht.
Ein Weib, 64 Jahre alt, hat heftiges Brennen im Magen, Aufstoßen und Erbrechen; oft kommt dazu kaltes Fieber und manchmal auch starker Schweiß. Wochen hindurch nimmt das Übel immer zu trotz aller angewandten Mittel. Die beste Wirkung wird hervorbringen: Täglich zweimal jedesmal 20 Wermuttropfen in einer kleinen Tasse ganz warmen Wassers; dazu täglich einmal ein
warmer Unteraufschläger eine Stunde lang; ferner jeden zweiten Tag ein doppeltes Tuch, in warmes Wasser getaucht, auf den Unterleib gebunden, eine Stunde lang. Jeden zweiten Tag ein warmes Fußbad mit Asche und Salz, 14 Minuten lang.
Eine Person, 40 Jahre alt, klagte über häufige Magenschmerzen, Schmerzen im Unterleib, Appetitlosigkeit, saures Aufstoßen und Entkräftung. Besonders waren Hände und Füße meistens kalt. — Die Anwendungen waren folgende: 1) Jeden Morgen und jeden Abend Brust und Unterleib mit halb Wasser und halb Essig kräftig einreiben. 2) Täglich 6–8 Wacholderbeeren essen. 3) In der Woche dreimal vom Bett aus ganz waschen und, ohne abzutrocknen, wieder ins Bett gehen. In 14 Tagen war die Kranke geheilt, und um gesund zu bleiben, wird selbe gut tun, wenn sie längere Zeit hindurch wöchentlich einmal sich ganz wäscht.