Über den Gebrauch der einen oder anderen unserer drei Anwendungen in Krankheitsfällen mögen Beispiele ein Wort sagen.

Ein junger Mann wurde durch den Typhus derart geschwächt, daß er zu jeder Arbeit unfähig war. Längere Zeit hindurch kniete er jeden 2. oder 3. Tag 1, später 2–3 Minuten ins Wasser.

Er erholte sich von Woche zu Woche mehr und wurde kräftig wie früher.

Jemand leidet an heftigen Kongestionen, die vom Unterleibe (es kommt dieses häufig vor) ausgehen. Er wäscht den einen Tag den Oberkörper kräftig ab, den andern Tag kniet er ins Wasser. So setzt er es eine geraume Zeit fort und wird frei.

Magenleiden, die von Blähungen, verhaltenen oder versessenen Winden herrühren, werden ebenso geheilt.

Das Austreiben solcher Gase, die nach Krankheiten zu den belästigendsten Übeln gehören können, ist ein Spezifikum, d. i. eine ganz besondere Wirkung unseres Halbbades.

III. Sitzbäder.

Die Sitzbäder kommen kalt und warm zur Verwendung.

1. Das kalte Sitzbad

wird in folgender Weise genommen.