1. Das Hand- und Armbad.

Der Name besagt genug, und an Ort und Stelle wird bei den betreffenden Krankheiten gesagt sein, wann und in welchen Fällen diese Bäder anzuwenden sind, ob kalt, ob warm, wie lange, ob 2–3 Minuten, ob eine Viertelstunde, wie oft zu wiederholen, in welchem Kräuterabsud usw.

Bezüglich der Anwendung genüge die eine Bemerkung:

Es hat z. B. jemand einen bösen Finger. Ich wirke nicht allein auf den Finger, sondern auch auf die Hand, auf den Arm, auf den ganzen Körper. Der böse Finger ist nur eine böse Frucht des bösen Zweiges, des bösen Astes, des bösen Stammes. Ist der Stamm in Ordnung, liefert er genügenden und guten Saft, so muß auch die Frucht eine gute werden.

Die Anwendungen, resp. die Verbesserung der Zweige und Äste, d. i. der Hand und des Armes, geschehen neben den Wickeln durch die Hand- und Armbäder.

2. Das Kopfbad.[11].

Zu den wichtigsten Teilbädern zählt das Kopfbad. Dasselbe kann kalt oder warm, am besten in folgender Weise genommen werden.

Man stellt ein Gefäß mit Wasser auf einen Stuhl und hält den Oberkopf (siehe [Abbildung]), den eigentlichen Haarboden, ins kalte Wasser ungefähr eine Minute, ins warme 5–7 Minuten. Soweit das Wasser am Hinterhaupte die Haare nicht berührt, kann mit Aufgießen durch die hohle Hand nachgeholfen, d. h. es können die trocken gebliebenen Haare gleichfalls benetzt werden.

Fig. 6.