Nachdem diese Anwendungen acht Wochen hindurch gebraucht wurden, war der Knabe frisch und gesund.
Der Eichelkaffee mit Milch gibt dem Kind kräftige Nahrung, die Gasfabrik hört somit auf, und es wird dem Kind leichter und wohler. Durch die Waschungen wird die Natur gekräftigt und so die verlorne Gesundheit wieder hergestellt. Die Wickel wirken auf den Körper auflösend und stärkend.
2.
Ein Kind, ¾ Jahre alt, hat ganz trübe, angeschwollene Augen mit stark angelaufenen Lidern. Es kann unmöglich in die Helle sehen. Der ganze Kopf scheint viel zu groß, ist ganz aufgedunsen. Die Gesichtsfarbe ist todtenblaß, der Leib um die Hüfte viel zu dick, Hände und Füße sind ganz abgemagert. Die meiste Zeit weint und jammert das Kind.
Dieses Kind hat unreines Blut und ist deßhalb sehr geschwächt. Die Nahrung erzeugte kein gutes Blut, somit entstand allseitige Anstauung, und konnten die Extremitäten nicht gehörig genährt werden.
Das Kind soll:
1) täglich, nur eine Minute lang, in ein warmes Bad von 30 Grad Celsius, gleich darauf, nur 2–3 Secunden lang, in's kalte Wasser getaucht werden,
2) täglich einmal mit Wasser und Essig abgewaschen und unabgetrocknet wieder in's Bett gelegt werden,
3) jeden zweiten Tag und nach acht Tagen jeden dritten Tag eine Stunde lang in ein Tuch gewickelt werden, das vorher eingetaucht wurde in warmes Wasser, in welchem Heublumen oder Haberstroh gesotten worden,
4) täglich dreimal, jedesmal 4–5 Löffel voll schwarzen Malzkaffee, mit Zucker oder besser Honig versüßt, trinken. – Die übrige Kost soll ganz einfach sein, ohne alles Geistige und Gewürz.