So sechs Tage lang. Dann
1) zweimal den Oberguß um ein bis zwei Gießkannen vermehrt;
2) täglich einmal einen Schenkelguß und einmal ein Halbbad. So drei Wochen lang.
Nach innen: Jeden Morgen und Abend eine Tasse Milch trinken, mit etwas Honig und Fenchel gesotten.
Ferner jeden Tag eine Tasse Thee trinken von foenum graecum in kleinen Portionen; im Übrigen gute kräftige Kost, aber keine geistigen Getränke.
Nach sieben Wochen war der Kranke vollständig gesund und bekam als Nachkur in der Woche zwei bis drei Halbbäder, einen Oberguß und einen Knieguß.
Die Obergüsse wirken auflösend auf alle ungesunden Stoffe in der Brust und Lunge, zugleich den Oberkörper stärkend. Dasselbe bewirken Knieguß und Schenkelguß. Was diese Anwendungen im Einzelnen wirken, bewirkt das Halbbad im Ganzen. Die Milch gibt gute Nahrung, verbessert den Magen und wirkt zugleich gegen den Husten. Foenum graecum nimmt die innere Hitze, löst die innere Verschleimung auf und leitet aus. Auf diese Weise kommt der ganze Organismus wieder in den richtigen Zustand.
6.
Ein Bauernsohn, 26 Jahre alt, gibt an: „Ich habe schon mehr als ein halbes Jahr starken Husten und muß recht viel Schleim ausspucken. Die Leute sagen, ich habe die Lungensucht, und der Arzt glaubt, es stehe mit mir nicht am besten.“ Die Gesichtszüge waren allerdings etwas gebrochen, und das Aussehen krankhaft.
In diesem Falle wird die Brust und überhaupt der ganze obere Körper vom Schleim gereinigt werden müssen, dann wird auch die Gesundheit eintreten. Der Kranke erhielt folgende Anwendungen: