Weil hier die Geschwulst nach innen und außen sich ausgebildet, so ist am besten:
1) der Junge nimmt einen Kopfdampf von Heublumen, athmet den Dampf sorgfältig ein, aber nicht gar zu heiß. Nach 18 bis 20 Minuten endet der Dampf, und der ganze Nacken wird fest übergossen mit ein oder zwei Kannen kalten Wassers;
2) jeden Tag soll der Hals 4 bis 6 Stunden umwickelt werden, das Tuch in Heublumenwasser getaucht, nach je zwei Stunden frisch eingetaucht, aber ja nicht zu heiß;
3) zudem soll täglich noch ein Oberguß genommen werden.
9.
Eine Hausfrau, 42 Jahre alt, erzählt: „Seit zwei Jahren bin ich so von Katarrh und Rheumatismus geplagt, daß ich keinen Tag im Jahre weiß, an dem es mir behaglich war. Wenn ich schon glaube, mein Katarrh löse sich, komme aber nur in die Nähe des Fensters, so habe ich schon wieder einen Katarrh; und wenn ich die Wohnstube verlasse und im Hause herumgehe, so muß ich bald wieder einen Ruheplatz suchen vor lauter Schmerzen, bald in den Schenkeln, bald auf den Schultern; kurz überallhin wandert der Rheumatismus. Tag und Nacht habe ich keine Ruhe vor Schmerzen. Ich bin um und um zwei- und dreifach mit Wolle gekleidet; der Arzt hat es so befohlen. Seit dieser Zeit ist mein Rheumatismus über den ganzen Körper gekommen, früher war er bloß auf den Schultern.“ Das Weib sah wirklich wie ein Marterbild aus, sie weinte und jammerte.
Was ist hier zu thun? Hier gibt es wenig zum Auflösen und Ausleiten; das arme Geschöpf ist ganz ausgemergelt; mithin ist Abhärtung und Kräftigung einzuleiten zu einer geregelten Transspiration, die ganz unterbrochen ist; somit
1) allererst den Körper in gleiche Wärme und Transspiration bringen durch Waschungen und zwar am besten vom Bett aus und gleich wieder in's Bett. – So drei Tage hindurch. Dann
2) jeden Morgen einen Knieguß, am Nachmittag einen schwachen Oberguß und in der Nacht ein Sitzbad, eine halbe Minute lang.
So 10 bis 12 Tage lang. Nach je drei bis vier Tagen eines von diesen vielen wollenen Kleidungsstücken ablegen. Nach einigen Tagen kann