Daß in solchen Körpern eine große Unordnung herrscht in der Circulation des Blutes, ebenso eine ungleiche Wärme am ganzen Körper und Wechsel in der Kraft, läßt sich leicht denken. Hier heißt es: Willst du so einen Kranken gesund machen, so bringe zuerst den gestörten Blutlauf in Ordnung, dann wird auch der Körper bald die gehörige Wärme bekommen. Ist dieser in Ordnung, wird guter Appetit eintreten, und man braucht bloß der Natur gute Kost zu geben, so wird ein sicheres Gedeihen nicht ausbleiben.
1) Die gehörige Wärme wird kommen, wenn der Körper vom Bett aus ganz gewaschen wird, dann wieder in's Bett;
2) das Blut wird in besseren Gang kommen, wenn täglich ein Oberguß und Schenkelguß vorgenommen wird;
3) die Kräftigung und Erwärmung des ganzen Körpers wird ein tägliches Halbbad bringen;
4) gutes Blut und gute Naturkraft bringt recht einfache nahrhafte Kost: theils Kraftsuppe, theils andere kräftige Nahrung und das Vermeiden geistiger Getränke.
Diese Kranke hat die bezeichnete Kur sechs Wochen angewendet und die vollständige Gesundheit erhalten.