— »Ja, freilich,« sagt der Spielmann, der bei guter Laune ist, weil er seine Angst abgeschüttelt hat, »das will ich wohl. Hab doch noch nie einem schönen Mädchen, das tanzen wollte, Nein gesagt.«
Er setzt sich auf einen Stein neben dem Mühldamm, lehnt die Fiedel ans Kinn und hebt an zu spielen.
Das Mädchen macht ein paar Schritte im Takt zu seinem Spiel, aber dann bleibt es stehen.
— »Was ist denn das für eine Polka, die du da spielst?« sagt sie. »Da liegt ja keine Kraft darin.«
Der Spielmann ändert die Melodie, er versucht es mit einer, in der mehr Schwung ist. Die Dirne bleibt mißmutig stehen.
— »Nach einer solchen Schleppolka kann ich nicht tanzen,« sagt sie.
Da stimmt der Spielmann die wildeste Weise an, die er kennt.
— »Bist du mit der nicht zufrieden,« sagt er, »dann mußt du einen Spielmann rufen, der es besser kann als ich.«
Wie er das sagt, fühlt er, daß eine Hand seinen Arm gerade am Ellenbogen packt und den Bogen zu führen und den Takt zu befeuern anfängt.
Da entströmt der Geige eine Weise, wie er ihresgleichen niemals zuvor gehört hat. Es ist ein so hurtiger Takt darin, daß es ihn bedünken will, ein rollendes Rad könnte ihr nicht folgen.