Große Verwunderung ergreift die Kavaliere. Eine strenge und tüchtige Frau ist sie, die Majorin auf Ekeby. Sie hebt eine Tonne Roggen auf ihre breiten Schultern. Sie führt den Erztransport von den Gruben bis nach Ekeby. Sie schläft wie ein Fuhrknecht auf der Tenne, einen Sack als Kopfkissen unter dem Haupt. Im Winter kann sie einen Kohlenmeiler beaufsichtigen, im Sommer eine Bretterladung den Löfsee hinabflößen. Eine willensstarke Frau ist sie. Sie flucht wie ein Kerl und regiert ihre sieben Besitzungen und die Güter ihrer Nachbarn,

regiert ihr eigenes Kirchspiel und die benachbarten Kirchspiele, ja das ganze schöne Wermland. Den heimatlosen Kavalieren aber ist sie eine Mutter gewesen, und deswegen haben sie ihre Ohren verschlossen, wenn das Gerücht zu ihnen drang, daß sie mit dem Teufel im Bunde stehe. Also fragen sie ihn mit großem Staunen, welchen Kontrakt sie mit ihm geschlossen hat.

Und er, der Schwarze, antwortete ihnen, daß er der Majorin ihre sieben Besitzungen geschenkt hat, gegen das Versprechen, daß sie ihm alljährlich eine Seele sendet.

O, welch ein Entsetzen schnürt da die Herzen der Kavaliere zusammen!

Sie wußten es ja, aber sie haben es bisher nicht verstanden. Auf Ekeby stirbt alljährlich ein Mann, einer von den Gästen des Kavalierflügels stirbt, einer von den Fröhlichen, den Sorglosen, den ewig Jungen stirbt. Nun ja, – Kavaliere dürfen nicht alt werden! Wenn ihre zitternden Hände kein Glas mehr halten können, wenn ihre halbblinden Augen die Karten nicht mehr zu unterscheiden vermögen – was ist das Leben da für sie, was sind sie für das Leben? Schmetterlinge müssen zu sterben wissen, solange die Sonne scheint.

Aber erst jetzt verstanden sie die rechte Bedeutung der Sache.

Wehe der Frau! Deswegen also hat sie ihnen so manche gute Mahlzeit gereicht, deswegen läßt sie sie ihr starkes Bier, ihren süßen Branntwein trinken, damit sie vom Trinksaal und den Spieltischen auf Ekeby zu dem Fürsten der Finsternis hinabstürzen, einer alljährlich – einer in jedem flüchtigen Jahr!

Wehe der Frau, wehe der Hexe! Starke, herrliche

Männer waren nach diesem Ekeby gekommen, um zu vergehen. Und sie stürzte sie ins Verderben; ihre Gehirne wurden zu Schwämmen, ihre Lungen zu trockener Asche, ihr Geist war umnachtet, wenn sie auf das Totenbett sanken, um ohne Hoffnung, ohne Seele diese lange Reise anzutreten. Wehe der Frau! So sind alle die gestorben, die bessere Männer waren als sie, und so sollen auch sie sterben.

Lange aber stehen die Kavaliere nicht vom Schrecken gelähmt da.