»Ich treibe keinen Handel mit dergleichen Waren«, brüllt Gösta. »Willst du aber eine Seele haben, so hol dir den alten Sintram auf Fors; der ist reif für die Hölle, dafür steh ich ein!«
»Sieh, sieh, sieh! Das läßt sich hören«, sagt der alte Herr, ohne zu blinken. »Die Kavaliere oder Sintram – das geht gegeneinander auf. Das wird ein fettes Jahr.«
Und dann wird der Kontrakt mit Blut aus Göstas kleinem Finger geschrieben auf das schwarze Papier des Bösen und mit seiner Gänsefeder.
Als das aber getan ist, jubeln die Kavaliere. Jetzt soll die Herrlichkeit der Welt ihnen ein ganzes Jahr lang gehören – und später wird man schon einen Ausweg finden.
Sie rücken die Stühle beiseite, reichen einander die Hände und bilden einen Kreis um den Punschkessel mitten auf dem schwarzen Fußboden und schwingen sich in wildem Tanz herum. In der Mitte des Kreises tanzt der Böse mit hohen Sprüngen, schließlich läßt er sich, so lang er ist, neben dem Kessel fallen, neigt ihn zu sich heran und trinkt.
Da wirft sich Beerencreutz neben ihm und Gösta Berling nieder, und dann lagern sie sich alle im Kreis um den Kessel, der von dem einen Mund zum andern geneigt wird. Schließlich bekommt er einen Stoß, so daß er umstürzt und der ganze heiße, klebrige Trank sich über die Lagernden ergießt.
Als sie sich fluchend erheben, ist der Böse verschwunden, aber seine goldenen Versprechungen schweben gleich strahlenden Kronen über den Scheiteln der Kavaliere.
Das Weihnachtsfestmahl
Am Weihnachtstage gibt die Majorin Samzelius ein großes Festmahl auf Ekeby.
Da sitzt sie als Wirtin an ihrem Tisch, der für fünfzig Gäste gedeckt ist. Sie sitzt dort in Glanz und Herrlichkeit; der kurze Pelz, das gestreifte Kleid aus Beiderwand, die Tonpfeife sind verschwunden. Seide umrauscht sie, Gold ziert ihre Arme, Perlen kühlen ihren weißen Hals.