Aber das wagen diese nicht. Ist er doch Christian Bergh, der starke Hauptmann!

»Werft ihn zur Tür hinaus!«

Er hört den Ruf. Und schreckeinflößend in seinem Zorn wendet er sich nun an die Majorin, wie sich ein Bär von einem gefallenen Feind gegen den neuen Angreifer wendet. Er tritt an den hufeisenförmig gedeckten Tisch. Der Fußboden erbebt unter den Schritten des Riesen. Er bleibt ihr gegenüber stehen, den Tisch zwischen sich und ihr.

»Werft ihn zur Tür hinaus!« ruft die Majorin noch einmal.

Er aber ist rasend; seine gerunzelte Stirn, seine grobe, geballte Faust sind schrecklich zu schauen. Er ist groß wie ein Riese, stark wie ein Riese. Gäste und Diener zittern und wagen nicht, Hand an ihn zu legen. Wer sollte es auch wohl wagen, jetzt, wo ihm der Zorn den Verstand geraubt hat?

Er steht der Majorin gerade gegenüber und droht ihr. »Ich schleuderte die Krähen gegen die Wand. Hatte ich nicht ein Recht dazu?«

»Hinaus mit dir, Hauptmann!«

»Du Weibsbild! Christian Bergh Krähen zu bieten! Handelte ich gegen dich, wie du es von Gottes und Rechts wegen verdienst, so nähme ich dich mitsamt deinen sieben Teufeln ...«

»Bei allen Teufeln, Christian Bergh, untersteh dich nicht zu fluchen – hier darf nur ich allein fluchen.«

»Glaubst du, daß ich mich vor dir fürchte, du Hexe? Glaubst du, daß ich nicht weiß, woher du deine sieben Besitztümer hast?«