Aber es kam nicht eine einzige. Es war ganz still um den großen Tisch in der Gemeindestube.

Der Pfarrer blickte auf, erst zu dem Küster hinüber – nein, der schwieg; dann zu den Kirchenvorstehern, dann zu den Bauern und den Eisenwerkbesitzern – sie schwiegen alle. Sie hielten die Lippen fest aufeinander gepreßt und sahen halb verlegen auf den Tisch nieder.

Sie warten, daß einer den Anfang machen soll, dachte der Pfarrer.

Einer der Kirchenvorsteher räusperte sich.

»Ich finde, daß wir einen guten Pfarrer haben«, sagte er.

»Der Herr Bischof haben ja selber gehört, wie er predigen kann«, stimmte der Küster ein.

Der Bischof sagte etwas von häufigem Ausfallen der Predigt.

»Der Pfarrer kann doch ebensogut einmal krank sein wie andere Menschen«, meinte ein Bauer.

Der Bischof deutete an, daß man in der Gemeinde Anstoß an dem Lebenswandel des Pfarrers genommen habe.

Da verteidigten sie ihn alle wie aus einem Munde. Ihr Pfarrer sei ja noch so jung; dazu sei nichts zu sagen. Nein, wenn er nur immer so predigen wolle wie heute, dann wollten sie ihn selbst für den Herrn Bischof nicht hergeben.