»Bravo, Örneclou! Bravo, Liliencrona! Spiel Leben in ihn hinein!«

Der Fuß versagt ihm, er kann nicht auf die Zehenspitze kommen. Er zappelt ein paarmal mit dem einen Bein, mehr kann er nicht, dann fällt er wieder aufs Bett zurück.

Schöner Señor, Ihr seid alt geworden. Die Señorita vielleicht ebenfalls?

Nur unter Granadas Platanen wird la cachucha von ewig jungen Gitanos getanzt. Ewig jung sind sie wie die Rosen, denn jeder Lenz bringt neue.

So ist denn die Zeit gekommen, wo die Saiten der Violine zerschnitten werden müssen?

Nein, spiel, Liliencrona, spiel la cachucha, wieder und wieder la cachucha! Lehr uns, daß wir hier im Kavalierflügel, selbst wenn wir schwere Körper und steife Glieder haben, im Herzen doch stets dieselben bleiben – stets Spanier!

Streitroß, Streitroß! Sage, daß du die Trompetenstöße liebst, die dich zum Galopp verleiten, wenn du dir auch das Bein blutig reißt an dem Strick, der dich bindet!

Der Ball auf Ekeby

O, ihr Frauen entschwundener Zeiten! Wenn man von euch spricht, das ist, als spräche man vom Himmelreich: eitel Schönheit waret ihr, eitel Licht! Ewig jung, ewig schön waret ihr, milde wie die Augen einer Mutter, wenn sie ihr Kind anschaut. Weich wie die jungen Eichhörnchen hinget ihr am Halse des Gatten. Niemals machte der Zorn eure Stimme erbeben, niemals legte sich eure Stirn in Falten, eure weiche Hand ward niemals rauh oder hart. Ihr sanften Heiligen! Gleich geschmückten Bildsäulen standet ihr im Tempel des Hauses. Räucherwerk und Gebete wurden euch geopfert, durch euch verrichtete die Liebe ihre Wunder, und um euren Scheitel wand die Poesie ihren goldigstrahlenden Glorienschein.

O, ihr Frauen entschwundener Zeiten, diese Erzählung soll jetzt berichten, wie eine von euch Gösta Berling ihre Liebe schenkte.