den Kavalierflügel, gebunden, wie du bist, dann kannst du mit ihm zusammen verbrennen, denn über Nacht brenne ich den Kavalierflügel ab, daß du das nur weißt!«

»Das darf Frau Majorin nicht!«

»Ich es nicht dürfen? Gehört Ekeby nicht mir? Du Schurke! Glaubst du, ich wüßte es nicht mehr, wie du auf der Landstraße nach mir gespien hast? Wenn dir recht geschähe, so ließe ich dich und euch alle gleich verbrennen! Hast du deine Hand zu meiner Verteidigung erhoben, als ich aus meinem Heim vertrieben wurde? Schwöre!«

Und die Majorin steht da so schreckeinflößend, obwohl sie sich vielleicht zorniger anstellt, als sie ist, und da stehen so viele Männer mit großen Äxten um sie herum, daß sie gezwungen sind, zu schwören, damit nicht ein noch größeres Unglück geschieht.

Aber während dies alles vor sich gegangen, ist die Zeit verstrichen, und Marianne hat Sjö erreicht. Der Major war ein Frühaufsteher, sie traf ihn im Hofe, wo er seinen Bären das Frühmahl gereicht hatte. Er machte nicht viele Worte, legte aber seinen Bären sofort Maulkörbe an, führte sie hinaus und eilte nach Ekeby.

Marianne folgte ihm. Sie war nahe daran, vor Erschöpfung umzusinken; da aber sah sie einen Feuerschein am Himmel, und eine namenlose Angst ergriff sie.

Was für eine Nacht war doch dies! Ein Mann schlägt seine Frau und läßt sein Kind vor der Tür erfrieren. Wollte nun eine Frau ihre Feinde einbrennen, und wollte der alte Major seine Bären auf seine eigenen Leute hetzen?

Sie überwand ihre Ermattung, eilte dem Major

voraus und kam zuerst nach Ekeby, wo die Majorin inmitten ihrer Leute die Gefährte der gebundenen Kavaliere umstand. Atemlos rief sie: »Der Major! Der Major kommt mit den Bären!«

Es entstand eine große Bestürzung. Aller Blicke waren auf die Majorin gerichtet.