Noch einmal beugte sie sich vor. Es war ziemlich düster in der Grube, aber jetzt konnte sie etwas unterscheiden. Vier Tiere waren da drunten, in jeder Ecke eines; alle saßen regungslos da, nur ihre Augen, mit denen sie zum Tageslicht und den Menschen hinaufschauten, funkelten.

In der Ecke gerade vor ihr lag der Fuchs; der war nicht größer als ein Sofakissen. In der nächsten Ecke lag ein Tier so groß wie ein großer struppiger Hund. In der dritten Ecke stand die Ente fest und gerade auf ihren beiden breiten Füßen, und in der vierten Ecke lag noch einer von den großen struppigen Hunden.

Die vollkommene Stille da drunten war ganz sonderbar und unheimlich; und die Kleine verhielt sich ebenso still wie alle andern, als sie vom Grubenrand zurücktrat.

Als alle zur Genüge hinuntergeschaut hatten, traten die Männer zusammen, um zu beraten. Die Wölfe mußten ja getötet werden, aber sie wußten nicht, wie sie es bewerkstelligen sollten.

Natürlich wäre es ein leichtes gewesen, sie zu erschießen; aber wenn Blut in die Grube floß, wurde diese unbrauchbar, dann konnte man nie wieder ein Tier darin fangen.

Wenn es sich sonst nur um einen Fuchs handelte, sprang ein Mann in die Grube hinein, versetzte dem Fuchs einen Schlag auf den Kopf, daß er die Besinnung verlor, legte ihm dann eine Schlinge um den Leib und ließ ihn hinaufziehen.

Wenn man zu einem Fuchs hineinsprang, war keine Gefahr dabei; wenn sich aber zwei lebende Wölfe in der Grube befanden, war das eine ganz andere Sache.

Der lange Bengt nahm den Knüppel, dessen er sich bediente, wenn er dem Fuchs den Schlag versetzte, mit dem er ihn bewußtlos machte. Damit trat er an den Grubenrand, sah hinunter, schüttelte den Kopf und trat dann wieder zu den andern.

Nun holte einer der Knechte ein Seil und knüpfte eine Renntierschlinge. Mit dieser stellte er sich an die Grube und ließ die Schlinge dicht vor dem einen Wolf hinunter. Wenn es ihm gelang, die Schlinge über den Kopf des

Wolfes zu streifen, konnte dieser leicht heraufgezogen werden.