»Jetzt das Seil!« rief der Fremde den andern zu.
Der lange Bengt warf ihm das Seil mit der Schlinge zu. Der Fremde streifte es zuerst dem einen Wolf über den Kopf, dann dem andern, und dann ließ er beide miteinander hinaufziehen.
Der Fuchs war indessen lebendig geworden. Mit großen Sätzen warf er sich gegen die Grubenwand, aber der Fremde kümmerte sich nicht um ihn.
»Laßt jetzt die Leiter herunter! Der Knecht soll die beiden andern versorgen.«
Als der Fremde aus der Grube herausstieg, sah er wohl, wie bestürzt alle miteinander waren, sowohl Männer als Frauen. Niemand brachte ein Wort heraus. Die Frauen besonders waren so erschrocken, als sie ihn in die Grube hineinspringen sahen, daß sie noch immer zitterten, und die Männer schämten sich ein wenig, weil sie sich nicht selbst hineingewagt hatten.
Die Pfarrerstochter aber trat mit strahlenden Augen auf den Fremden zu:
»Jetzt hab’ ich doch einmal einen Mann gesehen«, sagte sie. »Danach hab’ ich mich mein ganzes Leben lang gesehnt.«
Er sah sie mit seinen schwermütigen Augen an.
»Alles auf der Welt ist gering und wertlos,« schienen sie zu sagen, »und ich bin am geringsten von allem.«
Zugleich aber flog das gütige Lächeln wieder über sein Gesicht.