Sie bekannte, daß sie sich furchtbar gesehnt hätte, seit er abgereist war. Sie könnte keinen Tag ohne ihn sein. Ob er sich nicht irgendeinen Vorwand ausdenken könnte, um bleiben zu können?
„Teresa,“ sagte er, „ich wäre ja ein Mann ohne Ehre. Bitte mich nicht!“
„Ehrlos?“ sagte sie mit schmeichelnder Stimme. „Wie kannst du so etwas sagen? Du würdest ja nicht hier bleiben, weil du feig wärest, sondern weil ich dich so liebe, daß ich dich nicht ziehen lassen kann.“
Und sie lächelte und sie bat, Leutnant Ugo aber war unerschütterlich.
Da fing sie von etwas anderm an. Wenn es nun zur Schlacht käme und die Schwarzen zu schießen begännen? Ob er ihr versprechen wolle, dann das blaue Band fortzunehmen?
Nein, das wolle er nicht. Er dürfe es nicht.
Überhaupt glaubte der Leutnant, daß sie im Grunde nur scherze.
Nino sah, daß sie wie ermattet den Kopf sinken ließ.
Als sie aufblickte, war jede Spur von Heiterkeit aus ihrem Gesicht verschwunden. Sie war so, wie sie am Vormittag gewesen war.
Nun begann sie, ihm mit Heftigkeit alles zu erzählen, was sie von dem fremden Lande und der Kriegsführung der Schwarzen gehört hatte. Sie sprach von den Bergen und den Distelgewächsen und der Hungersnot. Als sie von den Mauleseln erzählte, lachte er und sagte, das sei nicht wahr.