Östlich von den Fabriken liegt Jönköping auf dem herrlichsten Platz, den eine Stadt nur einnehmen kann. Der schmale Wettersee hat auf seiner östlichen und westlichen Seite hohe, steile aus Sand gebildete Ufer, aber gegen Süden sind die Sandmauern eingestürzt, wie um Platz für ein großes Tor zu schaffen, durch das man zum See gelangen kann. Und mitten in dem Tor, mit Bergen rechts und Bergen links, dem Munksee hinter sich und dem Wettersee vor sich, liegt Jönköping.

Die Gänse flogen über die lange, schmale Stadt hin und vollführten auch hier noch immer denselben Lärm wie draußen auf dem Lande. Aber in der Stadt gab lange niemand acht auf sie. Es war nicht zu erwarten, daß die Stadtbewohner auf der Straße stehen bleiben und die Wildgänse anrufen würden. Jetzt flogen diese über der Anlage hin, wo die Büste des Dichters Viktor Rydberg aufgestellt ist. In der Anlage war es still und menschenleer, keine Spaziergänger waren unter den hohen Bäumen zu sehen. Aber plötzlich drang eine kraftvolle Stimme zu den Wildgänsen herauf: „Wohin geht die Reise? Wohin geht die Reise?“

„In das Land, wo es weder Straßen noch Plätze gibt!“ schrie der Junge.

„Nehmt mich mit!“ rief die starke Stimme. Sie klang so kräftig, als ob sie aus einem ehernen Halse käme.

„Heuer nicht! Heuer nicht!“ entgegnete der Junge.

Die Gänse flogen weiter, dem Ufer des Wettern entlang; und nach einer Weile kamen sie an das Sannaer Krankenheim. Einige von den Kranken standen auf einer Veranda, um sich an der Frühlingsluft zu erfreuen, da hörten sie das Gänsegeschnatter. „Wohin geht die Reise? Wohin geht die Reise?“ fragte einer der Kranken mit schwacher kaum vernehmlicher Stimme.

„In ein Land, wo es weder Kummer noch Krankheit gibt!“ antwortete der Junge.

„Nehmt uns mit!“ sagten die Kranken.

„Heuer nicht! Heuer nicht!“ lautete die Antwort.