Sie blieben vor den beiden stehen und nickten viele Male mit dem Halse, und der Gänserich tat dasselbe, nur noch viel öfter. Sobald es des Grüßens genug war, sagte die Anführerin: „Jetzt sollten wir wohl erfahren, was ihr für Leute seid?“

„Von mir ist nicht viel zu sagen,“ begann der Gänserich. „Ich bin im vorigen Jahre in Skanör geboren. Im Herbst wurde ich an Holger Nilsson von Westvemmenhög verkauft, und dort bin ich bis jetzt gewesen.“

„Du scheinst keine Familie zu haben, auf die du stolz sein könntest,“ sagte die Anführerin. „Woher kommt es dann, daß du so keck bist, dich mit den Wildgänsen einzulassen?“

„Vielleicht, um euch wilden Gänsen zu zeigen, daß auch wir zahmen etwas leisten können,“ antwortete der Gänserich.

„Ja, das wäre gut, wenn du uns das zeigen könntest,“ sagte die Anführerin. „Wir haben nun schon gesehen, wie du fliegen kannst, aber möglicherweise bist du in andrer Hinsicht tüchtiger. Bist du stark im Dauerschwimmen?“

„O nein, dessen kann ich mich nicht rühmen,“ antwortete der Gänserich; er glaubte zu merken, daß die Anführerin schon entschlossen war, ihn nach Hause zurückzuschicken, und es war ihm deshalb gleichgültig, was er antwortete. „Ich bin noch nie weiter geschwommen, als quer über eine Mergelgrube,“ fuhr er fort.

„Dann erwarte ich, daß du ein Meister im Springen bist.“

„Noch niemals habe ich eine zahme Gans springen sehen,“ antwortete der Gänserich und machte damit seine Sache noch schlimmer.

Der große weiße Gänserich war nun ganz sicher, daß die Anführerin ihn unter keiner Bedingung mitnehmen werde. Er war deshalb höchst erstaunt, als sie sagte: „Du beantwortest die an dich gestellten Fragen ja recht mutig, und wer Mut hat, kann ein guter Reisegefährte sein, wenn er auch im Anfang ungewandt ist. Hättest du nicht Lust, ein paar Tage bei uns zu bleiben, damit wir sehen können, was du leisten kannst?“

„Das ist mir sehr angenehm,“ erwiderte der Gänserich äußerst vergnügt.