„Das ist doch ein rechtes Mißgeschick,“ sagte der Rabe schließlich. „Aber wir wissen ja, in welcher Richtung sie fliegen, und sobald der Nebel sich verzieht, werde ich sie schon ausfindig machen.“
Der Junge war sehr betrübt, daß er gerade jetzt von dem Gänserich Martin getrennt worden war, denn auf der Reise war der große Weiße allen möglichen Gefahren ausgesetzt. Aber nachdem er sich ein paar Stunden lang gegrämt und geängstigt hatte, sagte er sich, es sei ja doch bisher auch kein Unglück geschehen, und deshalb hätte es keinen Sinn, wenn er jetzt schon den Mut sinken ließe.
In diesem Augenblick hörte er drunten auf der Erde einen Hahn krähen, und sogleich neigte er sich über den Rücken des Raben vor und rief: „Wie heißt das Land, über das ich hinfliege? Wie heißt das Land, über das ich hinfliege?“
„Es heißt Härjedal! Härjedal! Härjedal!“ krähte der Hahn.
„Wie sieht es bei euch da drunten aus?“ fragte der Junge.
„Berge im Westen, Wälder im Osten und ein breites Tal durchs ganze Land!“ antwortete der Hahn.
„Schönen Dank! Schönen Dank für die gute Antwort!“ rief der Junge.
Nachdem sie wieder eine Weile geflogen waren, hörte er unter sich im Nebel eine Krähe krächzen.
„Was für Menschen wohnen hier in diesem Lande?“ rief der Junge hinunter.
„Ein prächtiges, gutes Bauernvolk!“ antwortete die Krähe. „Ein prächtiges, gutes Bauernvolk!“