Aber der Junge dachte an sorgenfreie Tage und lustige Neckereien, an Abenteuer und Freiheit und an die Reisen hoch über der Erde hin, deren er nun verlustig gehen würde, und er weinte laut vor Kummer und Betrübnis. „Ich mache mir nichts daraus, wieder ein Mensch zu werden!“ schluchzte er. „Ich will mit euch nach Lappland!“

„Ich will dir etwas sagen,“ erwiderte Akka. „Das Wichtelmännchen ist sehr leicht verletzt, und ich fürchte, es werde dir schwer werden, es ein andres Mal zu deinen Gunsten zu stimmen, wenn du sein Anerbieten jetzt ausschlägst.“

Es war von jeher merkwürdig gewesen, daß dieser Junge noch niemals jemand eigentlich lieb gehabt hatte, weder Vater noch Mutter, noch den Schullehrer, noch die Schulkameraden, noch die Jungen auf den Nachbarhöfen. Alles, was sie je von ihm verlangt hatten, einerlei, ob es sich um Spiel oder Arbeit handelte, war ihm langweilig vorgekommen. Deshalb gab es jetzt auch keinen Menschen, nach dem er sich gesehnt oder den er vermißt hätte.

Die einzigen, mit denen er sich einigermaßen vertragen hatte, waren das Gänsemädchen Åsa und ihr Bruder Klein-Mats gewesen, ein paar Kinder, die wie er auch Gänse hüteten. Aber auch mit ihnen verband ihn keine richtige Freundschaft. O nein, ganz und gar nicht!

„Ich will nicht wieder ein Mensch werden!“ schluchzte der Junge. „Ich will euch nach Lappland begleiten! Deshalb bin ich eine ganze Woche lang artig gewesen.“

„Es soll dir nicht verweigert werden, uns zu begleiten, so lange du Lust hast,“ sagte Akka. „Aber überlege dir nun zuerst, ob du nicht lieber nach Hause zurückkehren möchtest. Es könnte ein Tag kommen, wo du es bereutest.“

„Nein,“ sagte der Junge, „da ist nichts zu bereuen. Es ist mir noch nie so gut gegangen, wie hier bei euch.“

„Nun, dann sei es also, wie du willst,“ sagte Akka.

„Danke, danke!“ rief der Junge. Und er fühlte sich so glücklich, daß er jetzt ebenso vor Freude weinen mußte, wie er vorher vor Kummer geweint hatte.