Nun kam es heraus, daß alle diese sieben Männer aus den verschiedenen Teilen von Wärmland waren, und daß jeder seine Heimatgegend für besser und schöner hielt als die der andern. Sie stritten sich ein wenig, aber keiner konnte den andern von der Richtigkeit seiner eigenen Behauptung überzeugen. Es sah fast aus, als würden sie sich schließlich im Ernst entzweien; doch da kam ein alter Mann mit langem, schwarzem Haar und kleinen, zwinkernden Augen des Wegs daher.

„Was gibts, ihr Leute? Warum streitet ihr euch denn?“ fragte er. „Ihr schreit ja, daß es nur so durch den Wald schallt.“

Einer der Wärmländer wendete sich rasch an den Neuangekommenen und sagte: „Da du hier so hoch droben durch den Wald wanderst, bist du wohl ein Finne?“

„Ja, das bin ich,“ erwiderte der Alte.

„Ei, das ist recht gut,“ sagte der Mann, „denn es heißt ja, ihr Finnen hättet mehr Verstand als andere Menschen.“

„Ein guter Ruf ist besser als Gold,“ sagte der Finne.

„Nun, wir streiten uns eben darüber, welcher Teil von Wärmland der beste sei. Könntest du da nicht vielleicht unsern Streit schlichten, damit wir uns dieser Frage wegen nicht schließlich noch untereinander verfeinden?“

„Ich werde entscheiden, so gut ich kann,“ sagte der Finne. „Aber ihr müßt Geduld mit mir haben, denn ich möchte euch zuerst eine alte Geschichte erzählen.“

„In den alten Zeiten,“ berichtete der Finne, indem er sich bei den Männern niederließ, „sah das ganze Land nördlich vom Wenersee ganz entsetzlich aus. Überall waren nur kahle Hochebenen und steile Bergkegel. Für Menschen war es ganz unmöglich, da zu wohnen und zu leben. Wege konnten nicht gebahnt werden, und der Boden war nicht zu bebauen. Das Land südlich vom Wenersee dagegen war auch in jenen Zeiten schon ebenso fruchtbar wie am heutigen Tage.

Nun wohnte damals im südlichen Teile ein Riese, der sieben Söhne hatte. Alle sieben waren kecke, kräftige Männer; aber sie hatten einen stolzen Sinn, und es herrschte sehr oft Unfriede unter ihnen, weil jeder mehr sein wollte als der andere.