Herr von Halsen: Hm, hm, meines Vaters Bild hier, — hm, — wer ist der Haus-Herr?
Herr Meister: Ich habe die Ehre, mich Ihnen selbst als solchen vorzustellen — mein ....
Herr von Halsen: Sind Sie Herr Meister, Herr Wilhelm Meister?
Herr Meister: Ganz recht, mein Herr.
Herr von Halsen: Hatten Sie nicht einen Jugend-Freund Gustav von Halsen? ....
Herr Meister: Ja, ja, mein Herr, — Sie wissen von ihm? .... ich flehe, sprechen Sie, lebt er?
Herr von Halsen: Er lebt und er ist wohl, und ich selbst — bin sein Sohn.
Herr Meister: Er lebt — Dank, dank dir, guter Gott! — und Sie — sein Sohn! Willkommen mir, willkommen in meinem Hause, Sohn meines Freundes. O sieh' doch hier, teures Weib, meines — unsers Freundes Gustav Sohn. Ach, Kinder, Ihr — Ihr wißt von all' dem nichts; es ist eine alte, traurige Geschichte!
Frau Meister: Sie wissen alles, ich sprach davon vor kurzem — vergeben Sie mir, Herr von Halsen, wenn ich erst jetzt Ihnen Willkommen, aus ganzem Herzen Willkommen entgegenrufe. Als ich eintrat durch jene Thüre und Sie erblickte, war ich sprachlos; ich konnte mich nicht fassen, denn eine längst vergangene Zeit stand mit einem Male wieder vor mir. [Sie sind das Ebenbild Ihres Vaters.]
Herr Meister: Ja, ja — wo waren meine Augen nur!