Wär' ich zum großen Herrn geboren,
Wie Kaiser Maximilian,
Wär' mir ein Orden [auserkoren],
Ich hängte die Devise dran:
"Toujours fidèle et sans souci,
C'est l'ordre du Krambambuli!"
Krambimbambambuli, Krambambuli!
Ist mir mein [Wechsel ausgeblieben],
Hat mich das Spiel labét gemacht,
Hat mir mein Mädchen abgeschrieben,
Ein'n [Trauerbrief] die Post gebracht:
Dann trink' ich aus Melancholie
Ein volles Glas Krambambuli.
Krambimbambambuli, Krambambuli!
Und hat der [Bursch] kein Geld im [Beutel],
[So pumpt er die Philister an]
Und denkt: »Es ist doch alles [eitel],
Vom Burschen bis zum Bettelmann!«
Denn das ist die Philosophie
Im Geiste des Krambambuli.
Krambimbambambuli, Krambambuli!
Soll ich für Ehr' und Freiheit fechten,
Für [Burschenwohl] den [Schläger] ziehn,
Gleich [blinkt] der [Stahl] in meiner Rechten,
Ein Freund wird mir zur Seite stehn;
Zu ihm sprech' ich: »Mon cher ami,
Zuvor ein Glas Krambambuli!«
Krambimbambambuli, Krambambuli!
Alle: Bravo, bravo!
Louis: Das gefällt mir, das muß ich auch lernen.
Bella: Sagen Sie, Herr Doktor, waren Sie auch einmal im Carcer?
Dr. Albert: Darüber, mein liebes Fräulein, darüber müssen Sie mich nicht fragen; denn diese Frage möchte ich Ihnen nicht beantworten. Aber wenn Sie mich fragen, wie das Innere eines Carcers ist, — das will ich Ihnen wohl sagen.
Gretchen: Da ist es wohl recht finster und schaurig; so habe ich es mir immer gedacht.
Dr. Albert: Im Gegenteil, mein Fräulein. Der deutsche Student lebt leicht und frei und froh, für ihn giebt es nichts Schauriges; doch, vielleicht das Examen am Ende, — sonst ist alles [heiter], — auch seine Gefängnisse; auch darin macht er sich das Leben froh, empfängt Besuche und tut oft, was er will.