Gretchen: Ja, das ist recht unglücklich für ihn. Dann ist er wie der Fichten-Baum, von welchem der Dichter singt:
Ein Fichten-Baum steht [einsam]
Im Norden auf [kahler] Höh'.
[Ihn schläfert]; mit weißer Decke
[Umhüllen] ihn Eis und Schnee.
Er träumt von einer Palme,
Die fern im [Morgen-Land]
Einsam und schweigend trauert
Auf brennender Felsen-Wand.
Martha: Gretchen, ich will Dir ein Geheimnis sagen.
Gretchen: Und ich soll es niemandem wieder sagen, nicht wahr?
Martha: Nein, niemandem. — Ich glaube, der Herr Doktor Albert ist nicht glücklich. Er ist Doktor der Medizin, und der Beruf des Arztes [paßt nicht für ihn].
Gretchen: Aber, liebe Martha, wie weißt Du das?
Martha: Ich weiß es nicht; aber ich fühle es.
Gretchen: Und Du meinst wirklich, der Herr Doktor sei ein großer Mann?
Martha: Ich meine, daß er alles das [besitzt], was ihn zu einem großen Mann machen könnte, wenn er den rechten Platz fände. Denke, Gretchen, an das, was ich Dir heute Morgen sagte.
Da kommt auch unsere liebe Mama. Guten Morgen, Mama! Wie hast Du geschlafen?