Ihres unsterblichen Leibs holdes Verborgne gegönnt,
Da war Kreta beglückt! Das Hochzeitsbette der Göttin
Schwoll von Ähren und reich drückte der Acker die Saat.«
Wie ein moderner Autor den typischen Geburtstraum in vollkommen korrekten Symbolen darzustellen weiß, möge schließlich ein Beispiel aus allerneuester Zeit illustrieren:
In Moritz Heimanns Tragödie »Der Feind und der Bruder«[(196)] erzählt eine junge Frau ihren Traum, der von einer älteren, die bereits Mutter war, als Schwangerschafts- resp. Geburtstraum gedeutet wird; wir dürfen dies als intuitive Bestätigung der typischen psychoanalytisch eruierten Symbolik von Wasser (Geburtswasser) und Kästchen – hier Glocke – (Mutterleib) ansehen:
Pallas.
Vergangne Nacht sah ich im Meer mich schwimmen;
und vor mir schwamm auf der lichtblinden Bahn
ein schimmerndes Gebilde, eine Glocke
von rosenfarbnem Blut, ätherisch leuchtend,