ist nichts als Wahrtraumdeuterei.

Was gilt’s, es gab der Traum euch ein,

wie heut’ ihr sollet Sieger sein?«

(Meistersinger, III. Akt.)

Ähnliches hat Hebbel ausgesprochen in dem epigrammatischen Gedicht »Traum und Poesie«, wo es heißt:

»Träume und Dichtergebilde sind eng miteinander verschwistert,

Beide lösen sich ab oder ergänzen sich still . . .«

und in einzelnen Tagebuchnotizen:

»Mein Gedanke, daß Traum und Poesie identisch sind, bestätigt sich mehr und mehr.«

»Der Zustand dichterischer Begeisterung (wie tief empfind’ ich’s in diesem Augenblick) ist ein Traumzustand, so müssen andere Menschen sich ihn denken. Es bereitet sich in des Dichters Seele vor, was er selbst nicht weiß.«