„Ja.“
„Daß es gesetzlich mir untersagt ist?“
„Es gibt Möglichkeiten, wo es nicht untersagt, sondern sogar geboten ist.“
„Aber diese erfordern eine ärztliche Indikation.“
„So werden Sie diese Indikation finden. Sie sind Arzt.“
Klar, starr, ohne zu zucken, blickten mich ihre Augen dabei an. Es war ein Befehl, und ich Schwächling bebte in Bewunderung vor der dämonischen Herrischkeit ihres Willens. Aber ich krümmte mich noch, ich wollte nicht zeigen, daß ich schon zertreten war. — „Nur nicht zu rasch! Umstände machen! Sie zur Bitte zwingen,“ funkelte in mir irgendein Gelüst.
„Das liegt nicht immer im Willen des Arztes. Aber ich bin bereit, mit einem Kollegen im Krankenhaus ...“
„Ich will Ihren Kollegen nicht ... ich bin zu Ihnen gekommen.“
„Darf ich fragen, warum gerade zu mir?“
Sie sah mich kalt an.