„Was können Sie denn sonst wünschen?“

Jetzt hielt ich mich nicht mehr.

„Ich wünsche zuerst, daß Sie ... daß Sie zu mir nicht wie zu einem Krämer reden, sondern wie zu einem Menschen. Daß Sie, wenn Sie Hilfe brauchen, nicht ... nicht gleich mit Ihrem schändlichen Geld kommen ... sondern bitten ... mich, den Menschen, bitten, Ihnen, dem Menschen, zu helfen ... Ich bin nicht nur Arzt, ich habe nicht nur Sprechstunden ... ich habe auch andere Stunden ... vielleicht sind Sie in eine solche Stunde gekommen ...“

Sie schweigt einen Augenblick. Dann krümmt sich ihr Mund ganz leicht, zittert und sagt rasch:

„Also wenn ich Sie bitten würde ... dann würden Sie es tun?“

„Sie wollen schon wieder ein Geschäft machen — Sie wollen nur bitten, wenn ich erst verspreche. Erst müssen Sie mich bitten — dann werde ich Ihnen antworten.“

Sie wirft den Kopf hoch wie ein trotziges Pferd. Zornig sieht sie mich an.

„Nein, — ich werde Sie nicht bitten. Lieber zugrunde gehen!“

Da packt mich der Zorn, der rote, sinnlose Zorn.

„Dann werde ich fordern, wenn Sie nicht bitten wollen. Ich glaube, ich muß nicht erst deutlich sein — Sie wissen, was ich von Ihnen begehre. Dann — dann werde ich Ihnen helfen.“