„Es ist nicht wahr. Ich habe nichts getan, was ich zu bereuen habe. Ich habe nichts Schlechtes getan, wofür ich mich zu entschuldigen hätte. Ich bin dir nur zu Hilfe gekommen, wie du gerufen hast!“

Ihre Lippen wurden blutlos, die Nasenflügel spannten sich.

„Ich habe um Hilfe gerufen? Du bist toll!“

Edgar wurde zornig, mit einem Ruck sprang er auf.

„Ja, du hast um Hilfe gerufen, da draußen im Gang, gestern nacht, wie er dich angefaßt hat. ‚Lassen Sie mich, lassen Sie mich‘, hast du gerufen. So laut, daß ichs bis ins Zimmer hinein gehört habe.“

„Du lügst, ich war nie mit dem Baron im Gang hier. Er hat mich nur bis zur Treppe begleitet …“

In Edgar stockte das Herz bei dieser kühnen Lüge. Die Stimme verschlug sich ihm, er starrte sie an mit gläsernen Augensternen.

„Du … warst nicht … im Gang? Und er … er hat dich nicht gehalten? Nicht mit Gewalt herumgefaßt?“

Sie lachte. Ein kaltes, trockenes Lachen.

„Du hast geträumt.“