DER ZWEITE KRIEGER:

Ich auch nicht. Es türmen sich viel Hügel zwischen Babel und Jerusalem, Flüsse fahren dazwischen und mehr des Lands, als einer in Wochen durchschritte. Selbst die Sterne stehen anders über ihren Häupten und unsern, und doch sind sie wider uns und wir wider sie. Was begehren sie von uns? Wenn ich einen fragete von ihnen, er wüßte wohl nur zu sagen, daß ein Weib seiner wartet zu Hause und Kinder auf der Streu wie in meinem. Ich glaube, wenn ich redete mit einem, wir verstünden uns. Weißt du, manchmal lockt es mich, die Hand zu heben und einen zu rufen, daß wir redeten Herz zu Herz.

DER ERSTE KRIEGER:

Das darfst du nicht.

DER ZWEITE KRIEGER:

Warum darf ich das nicht?

DER ERSTE KRIEGER:

Sie sind unsere Feinde, wir müssen sie hassen.

DER ZWEITE KRIEGER:

Warum muß ich sie hassen, wenn mein Herz nicht weiß um diesen Haß?