DER ERSTE KRIEGER (hart):
Du sollst nicht so viel fragen. Krieger sind wir und müssen kämpfen, nicht fragen. Was grübelst du, statt dich zu härten?
DER ZWEITE KRIEGER:
Wie soll ich nicht fragen, wie soll mein Herz ohne Unruh sein in dieser Stunde? Weiß ich denn, wo ich stehe und wie lang ich noch wache? Dies Dunkle hier unter der Mauer, wo der Stein hinbröckelt und fällt, vielleicht ist es morgen mein Grab, und der Wind, der mir jetzt um die Wange fährt, vielleicht findet er mich morgen nicht mehr. Wie soll ich nicht fragen, da ich lebendig bin, um mein Leben? Die Flamme zuckt auf und windet sich, ehe der Docht lischt ins Dunkel, wie sollte das Leben sich nicht heben zur Frage, ehe es lischt in den Tod? Vielleicht ist es schon der Tod in mir, der so fraget und nicht das Leben mehr.
DER ERSTE KRIEGER:
Du grübelst zu viel. Nichts nützt es und quält nur.
DER ZWEITE KRIEGER:
Gott hat uns das Herz aufgetan, daß es sich quäle.
DER ERSTE KRIEGER:
Was hilft es dann zu reden? Wir haben Wache, mehr mag ich nicht wissen.