DIE MUTTER:
Wahnwitz von Träumen! Wirrnis und Trug!
JEREMIAS:
Es nahet, es nahet,
Fremd Volk,
Mächtig und alt
Aus dem Osten der Erde,
Unendliche Fülle
Rauschen sie an,
Wie Blitz fliegen weit ihre windigen Pfeile,
Ihre Rosse sind alle mit Eile behufet,
Ihre Wagen starr wie die Felsen geschient.
Und inmitten ausfähret
Mit blutiger Krone
Der Stürzer der Städte,
Der Zünder der Brände,
Der Zwingherr der Völker,
Der König, der König von Mitternacht.
DIE MUTTER:
Der König von Mitternacht ... Du träumest ... der König von Mitternacht.
JEREMIAS:
Den Er erweckte,
Den Er erwählte,
Als harten Vollstrecker
Härtesten Spruchs,
Daß er strieme das Volk um all seiner Fehle,
Daß er mahle die Mauer und berste die Türme,
Daß er lösche das Licht und das Lachen der Häuser,
Daß er tilge die Stadt und den Tempel von Erden
Und pflüge die Straßen Jerusalems.
DIE MUTTER:
Irrwitz und Frevel! Ewig währet Jerusalem!