JEREMIAS:

Nein, Mutter, nicht Opferers Dienst hab ich genommen – selbst will ich das Opfer sein. Ihm bluten entgegen meine Adern, ihm brennet mein Fleisch, ihm flammet meine Seele. Ich will ihm dienen, wie keiner gedient, seine Wege sind meine Wege nunab. Oh, siehe, schon morgents im Tale, und auch in mir war es Tag aus den Dunkelheiten! Sein Himmel brennet in Feuer, und auch mir entbrannte das Herz. Oh, Wagen Elias, auffahrend im Feuer, reiß mit meine Rede, daß sie niederstürze wie Donner in der Menschen Tag! Wehe, mir brennet die Lippe schon, fort, ich muß fort ...

DIE MUTTER:

Wohin willst du vor Tag?

JEREMIAS:

Ich weiß nicht, Gott weiß es.

DIE MUTTER:

Doch sage, was planest du?

JEREMIAS:

Ich weiß nicht, ich weiß nicht! Sein ist mein Herz, sein ist die Tat!