Schweigsam macht der Krieg, aber er härtet die Herzen. Vorbei ist die Stunde, da sie jauchzten vor Lust, daß das Schwert ihnen frei aus den Händen fuhr, denn die Gewöhnung mordet alles Große, und jede Lust wird schal an der Dauer. Aber sie wachen und warten, ehern hüten sie die Mauern Jerusalems.

ZEDEKIA:

Und wenn die Monde wachsen und sich mindern, wenn abermals das Jahr sich neut? Wir haben keine Hilfe zu erharren.

ABIMELECH:

Mag es dauern, solang es Gott gefällt! Wir werden dauern wie die Zeit.

ZEDEKIA:

Der Herr erfülle dein Wort! (Zu den andern:) Ist eure Meinung gleicher Art?

PASHUR:

Wir müssen harren und gedulden, bis das Los des Sieges gefallen.

ZEDEKIA: